Best-Practice-Projekte

Aus der Vielzahl von über 1000 IGF-Projekten, die über den FEI koordiniert und erfolgreich abgeschlossen wurden, gibt es hier einige leuchtende Beispiele – die Best-Practice-Projekte des FEI. Sie stehen pars pro toto für die Bandbreite von Gemeinschaftsforschungsprojekten, deren Ergebnisse dort ankommen, wo sie sollen: in den Unternehmen.
  • Alternativen sind gefragt! Ergebnisse aus vielen IGF-Projekten schaffen Know-how für besserschmeckende, verträgliche Lebensmittel bei Zöliakie und Glutensensitivität

    Bild zu Alternativen sind gefragt! Ergebnisse aus vielen IGF-Projekten schaffen Know-how für besserschmeckende, verträgliche Lebensmittel bei Zöliakie und Glutensensitivität Nicht nur Brot und Brötchen, sondern auch Müsli, Pasta, Kuchen oder Bier – alle diese Lebensmittel enthalten in ihren üblichen Rezepturen Gluten, ein Klebereiweiß, das in häufig verwendeten Getreidearten wie Weizen, Roggen, Hafer und Gerste enthalten ist. Bei einer glutenfreien Ernährung müssen diese Lebensmittel durch Alternativen ersetzt werden. Für viele Menschen ist der strenge Verzicht auf glutenhaltige Produkte zwingend: Etwa eine halbe Million Deutsche und weltweit etwa ein Prozent der Bevölkerung ist Schätzungen zufolge an Zöliakie erkrankt, eine Autoimmunerkrankung, bei der der Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln zu entzündlichen Veränderungen der Dünndarmschleimhaut führt.
  • Mit künstlicher Intelligenz ressourceneffizient gereinigt: Forscher entwickeln selbstlernendes Automatisierungssystem für die Reinigung von Produktionsanlagen

    Bild zu Mit künstlicher Intelligenz ressourceneffizient gereinigt: Forscher entwickeln selbstlernendes Automatisierungssystem für die Reinigung von Produktionsanlagen Ob bei Babynahrung, Feinkostprodukten oder Bier: Die Sicherheit von Lebensmitteln steht bei deren Produktion an erster Stelle. Um Verunreinigungen von Lebensmitteln auf jeden Fall zu vermeiden, wird die Reinigung von Rührkesseln, Tanks, Dosier- und Mischanlagen und sonstigen Verarbeitungsmaschinen bislang nach einem Worst-Case-Szenario ausgelegt: Beim Cleaning-in-Place (CIP) – einem Reinigungsverfahren, das ohne Demontage der Anlagen durchgeführt wird – wird deutlich intensiver und länger gereinigt als erforderlich. Wasser, Reinigungsmittel, Energie und Zeit werden im Übermaß eingesetzt – dies ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Die reinigungsbedingten Ausfallzeiten in der Lebensmittelindustrie liegen im Durchschnitt bei 15-20 % der gesamten Produktionszeit. Dies bindet natürlich auch Produktionskapazitäten und Personal.
  • Vom IGF-Projekt zum patentierten Prozess: Enzymatische Gewinnung von Lactulose und Entwicklung eines präbiotischen Getränks zur Mobilisierung der Verdauung von Personen in besonderen Lebenssituationen

    Bild zu Vom IGF-Projekt zum patentierten Prozess: Enzymatische Gewinnung von Lactulose und Entwicklung eines präbiotischen Getränks zur Mobilisierung der Verdauung von Personen in besonderen Lebenssituationen Schon Hippokrates wusste: Krankheiten beginnen im Darm. Vielfach wird erforscht, ob und wie diverse Volksleiden auf eine aus der Balance geratenen Darmflora zurückzuführen sind. Viele Fragen sind hierbei noch offen, doch eines steht fest: Der Darm hat einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen. Vor diesem Hintergrund sind in den letzten beiden Jahrzehnten Produkte in den Fokus des Interesses gerückt, die die Darmflora günstig beeinflussen – sogenannte Präbiotika.
    Ein seit langem anerkanntes Präbiotikum ist Lactulose, ein Zweifachzucker, der aus dem Milchzucker Lactose hergestellt wird. Neben der Verwendung als funktioneller Lebensmittelzusatz wird Lactulose auch als Medikament bei chronischer Verstopfung oder bei bestimmten Lebererkrankungen eingesetzt.
    Vor Beginn eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) erfolgte die industrielle Lactulose-Produktion ausschließlich über die chemisch-thermische Isomerisierung von zuvor aufgereinigter Lactose – ein aufwändiges Verfahren.