Otto-von-Guericke-Preis der AiF

Der Otto-von-Guericke-Preis der AiF wird seit 1997 jährlich vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Mit diesem Preis würdigt die AiF Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF); seit 2013 wird damit zugleich das IGF-Projekt des Jahres gekürt.



Bisherige Preisträger und Nominierungen aus dem FEI-Netzwerk:

Finalist 2019

Alternative bei Antibiotika-Resistenzen? Mit innovativem Membranverfahren gewinnen Münchner Wissenschaftler Antikörper aus Milch für medizinische und ernährungstherapeutische Zwecke


Im Rahmen eines IGF-Projekts des FEI haben Prof. Dr. Ulrich Kulozik und Dr. Hans-Jürgen Heidebrecht von der TU München eine vielseitig nutzbare Schlüsseltechnologie entwickelt, mit der sie spezifische Proteinfraktionen gezielt anreichern können, die sowohl für den Einsatz bei Antibiotika-Resistenzen als auch ernährungstherapeutisch genutzt werden können.
Mit ihrem innovativen Beitrag erreichten die beiden FEI-Forscher als eines von drei Vorhaben das Finale um das beste IGF-Projekt des Jahres 2019 und verpassten nur knapp die Auszeichnung mit dem Otto-von-Guericke-Preis der AiF.
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Preisträger 2016
Cereulid, das emetische Toxin von Bacillus cereus

Vom IGF-Projekt zum weltweiten ISO-Standard: Wirtschaftlicher und schneller Cereulid-Toxin-Nachweis in Lebensmitteln für den vorbeugenden Verbraucherschutz



Vorfahrt für die Lebensmittelsicherheit: Prof. Dr. Monika Ehling-Schulz (Veterinärmedizinische Universität Wien), Prof. Dr. Thomas Hofmann (TU München) und Prof. Dr. Siegfried Scherer (TU München) haben gemeinsam einen Schnellnachweis und ein Echtzeit-Monitoring für das Toxin Cereulid in Lebensmitteln entwickelt, auf dem ein inzwischen weltweit angewandter ISO-Standard zur Cereulid-Quantifizierung basiert. Gelungen ist ihnen dies im Rahmen eines IGF-Projektes, das vom FEI koordiniert wurde. Dafür wurde das interdisziplinäre Forscher-Team am 15. Dezember 2016 mit dem 20. Otto-von-Guericke-Preis der AiF ausgezeichnet.
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Finalist 2014
Getreidefeld

Keine Chancen für Schimmelpilze! Entwicklung eines Biosensorarrays zur schnellen Bestimmung von Mykotoxinen in Getreide



Dank Münchner Wissenschaftlern haben Schimmelpilze künftig keine Chancen mehr: Prof. Erwin Märtlbauer und Dr. Richard Dietrich von der Universität München entwickelten gemeinsam mit Prof. Reinhard Nießner und Prof. Dietmar Knopp von der TU München ein wegweisendes neues Nachweisverfahren für Mykotoxine. Das neue Testverfahren ist in der Lage, diese Schadstoffe schneller und einfacher zu erkennen als alle herkömmlichen Verfahren und verhindert, dass verunreinigtes Getreide in den Produktionskreislauf gelangt. Mit ihrem innovativen Beitrag erreichten die vier FEI-Forscher als eines von drei Vorhaben das Finale um das beste "IGF-Projekt des Jahres 2014" und verpassten knapp den diesjährigen Otto-von-Guericke-Preis der AiF.
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2. Platz 2013
Eier

Für das Gelbe im Ei ideal! Neues Fraktionierungsverfahren ermöglicht optimale Nutzung der natürlichen Funktionen von Eigelb



Mit einem IGF-Projekt von Prof. Dr. Ulrich Kulozik und Thomas Strixner von der TU München schreibt Eigelb nun Erfolgsgeschichten: Die beiden Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, das erstmals eine Trennung der Eigelbhauptfraktionen und damit eine getrennte Ausnutzung des Potentials beider Fraktionen ermöglicht. Die Münchner Forscher erzielten mit der Vorstellung des FEI-Projektes AiF 16009 N bei der IGF-Leistungsshow am 12. Juni 2013 in Berlin den zweiten Platz bei der Wahl des IGF-Projektes des Jahres 2013. Sie verpassten damit knapp die Auszeichnung mit dem Otto-von-Guericke-Preis 2013.
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Preisträger 2008
Listerien

Schnelle Diagnose! Neues Nachweisverfahren für Listerien in Milcherzeugnissen



Listerien kommen praktisch überall in unserer Umwelt vor und stellen eine große Herausforderung im lebensmittelproduzierenden Gewerbe dar. Wichtig ist daher ein schneller Nachweis dieser Krankheitserreger: Die bisher übliche Untersuchung von Lebensmitteln auf Listerien einschließlich der Bestätigung verdächtiger Keime dauerte bislang bis zu zwölf Tage, ein negatives Ergebnis lag frühestens nach fünf Tagen vor.
Ein IGF-Vorhaben des FEI hatte daher zum Ziel, ein neues Verfahren für den schnelleren und zuverlässigen Nachweis von Listerien in Lebensmitteln – insbesondere Milcherzeugnissen – zu entwickeln. Dazu arbeiteten Wissenschaftler der ETH Zürich sowie der Universität München sehr erfolgreich zusammen: Für die herausragenden Forschungsergebnisse erhielt Prof. Dr. Martin Loessner den Otto-von-Guericke-Preis 2008.
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Preisträger 2005
Mirkoben

Fingerabdruck überführt Mikroben! Identifizierung von schädlichen Mikroorganismen



Verderbniserreger in Lebensmitteln stellen ein Hygienerisiko für den Verbraucher dar und verursachen beträchtliche Schäden in der Industrie. Bisher war die Identifizierung von verderbniserregenden Mikroorganismen sehr kostspielig und aufwändig. In mehreren Forschungsvorhaben sollte daher eine neue Technik entwickelt werden, die folgende Kriterien erfüllt: einfache Anwendung, schnelles und sicheres Ergebnis, hoher Probendurchsatz sowie niedrige Kosten für Verbrauchsmaterial.
Das ist Prof. Siegfried Scherer und Dr. Herbert Seiler von der TU München gelungen, die für diese Arbeiten mit dem Otto-von-Guericke-Preis 2005 der AiF ausgezeichnet wurden.
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