Projekte des Monats

Von den über 100 laufenden Forschungsprojekten, die über den FEI koordiniert werden, wird jeden Monat ein Paradebeispiel ausgewählt: als das Projekt des Monats.
Jeden Monat: ein anderes Themenfeld, eine andere Branche, andere Forschungsinstitute. 12 Bausteine bzw. Beispiele, die pars pro toto für die Bandbreite der FEI-Projektförderung stehen. Die Projekte des Monats haben eines gemeinsam: Sie überzeugen durch wissenschaftliche Qualität sowie durch wirtschaftliche Relevanz.
  • Projekt des Monats April 2020

    Authentizität sortenreiner Obstprodukte sicherstellen! Forschungsteam entwickelt DNA-basiertes Verfahren zur Bestimmung der biologischen Identität von Apfelsorten

    Berner Rosenapfel, Finkenwerder Herbstprinz oder Geheimrat Dr. Oldenburg: Wenn aus solchen alten, zum Teil fast in Vergessenheit geratenen Apfelsorten sortenreine Produkte wie Direktsäfte hergestellt werden, sind diese besonders gefragt – und stellen auch einen besonderen Anreiz für Food Fraud dar. Es besteht daher ein großer Bedarf an einem effizienten Analyseverfahren, anhand dessen schnell, kostengünstig und zuverlässig die Authentizität sortenreiner Produkte belegt sowie Falschdeklarationen entdeckt werden können. Dies steht im Fokus eines laufenden IGF-Projektes des FEI, das von einem Forschungsteam der Hamburg School of Food Science an der Universität Hamburg durchgeführt wird. Von dessen Ergebnissen werden in besonderem Maße kleine und mittelständische Unternehmen profitieren können – durch den Verkauf von sortenreinen Produkten, deren Authentizität einfach belegt werden kann und mit denen sich höhere Preise erzielen lassen. Mehr
  • Projekt des Monats März 2020

    Effizienter trennen und Energie einsparen: Mit alternativen Strömungskonzepten verbessert Münchner Forschungsteam die Crossflow-Filtration

    Polymere Hohlfasern sind als Membranen ideal, um unstete Strömungsformen und deren Auswirkungen auf das Fouling zu untersuchen. Membrantrennverfahren wie die Crossflow-Filtration sind in vielen Branchen der Lebensmittelindustrie sowie in der Pharmaindustrie essentiell. Trotz hoher Überströmgeschwindigkeit kommt es im Laufe der Filtration zu einer Deckschichtbildung: An der Membran lagern sich zurückgehaltene Stoffe ab. Durch dieses Fouling genannte Phänomen sinken der Filtratfluss sowie die Trennleistung, während die Reinigungszyklen steigen. Entsprechende Stillstandzeiten sowie ein erhöhter Einsatz von Energie, Reinigungs- und Betriebsmitteln sind die Folgen, die insbesondere für KMU wirtschaftlich kaum tragbar sind.
    Vor diesem Hintergrund sucht ein Forschungsteam an der TU München derzeit nach Lösungen, um Fouling bei der Crossflow-Filtration zu verringern und damit den gesamten Prozess effizienter zu machen.
    Mehr
  • Projekt des Monats Februar 2020

    Upcycling in der Obst- und Gemüseproduktion: Extrusion zur gezielten Veränderung der funktionellen Eigenschaften ballaststoffreicher Nebenprodukte

    Die effizientere Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen ist ein zentrales Thema der Bioökonomie – darunter fällt auch die Nutzung von Nebenprodukten aus der Lebensmittelverarbeitung, den sogenannten Nebenströmen. Diese Ressourcen nicht nur zu nutzen, sondern sie durch eine physikalische Behandlung in höherwertige Produkte zu überführen, ist Ziel eines IGF-Projektes des FEI, das von einem Forschungsteam am Karlsruher Institut für Technologie durchgeführt wird: Mittels Extrusion sollen Nebenströme aus der Herstellung regional bedeutsamer Lebensmittel wie Apfeltrester, Karottentrester und Kartoffelpülpe als natürliche, ballaststoff- und bioaktivstoffreiche und zugleich kalorienarme Lebensmittelkomponenten nutzbar gemacht werden – mit spezifischen funktionellen Eigenschaften. Mehr
  • Projekt des Monats Januar 2020

    Mehr Aroma für getrocknete Kräuter und Gewürze: Forschungsgruppe entwickelt neue Prozessführung zur Haltbarmachung mit gleichzeitiger Qualitätsverbesserung

    Kräuter und Gewürze sind als frische Produkte besonders beliebt, doch aufgrund ihrer eingeschränkten Haltbarkeit ist der Bedarf an getrockneten, lagerfähigen Produkten groß – in der privaten Küche, in der Gastronomie und in der Lebensmittelproduktion. Bei deren Herstellung kommt es bislang insbesondere beim Trocknungsschritt zu erheblichen Aromaveränderungen.
    Hier setzt ein IGF-Projekt des FEI an: Mittels einer veränderten Prozessführung wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Hohenheim das Aromaprofil von getrockneten Kräutern und Gewürzen weitestgehend erhalten und die Bildung von Fehlaromen vermeiden.
    Mehr