Lebensmittelforschung durch das IGF-Programm: FEI-Jahrestagung 2026 bringt Forschung und Lebensmittelindustrie zusammen

Stuttgart-Hohenheim, 16. September 2026
Die Referentinnen und Referenten freuen sich über einen gelungenen Vortragstag: Dr. Simon Heine, Prof. Dr. Jens Brockmeyer, Prof. Dr. Mario Jekle, Friedrich-Meuser-Forschungspreisträgerin 2026 Dr. Kerstin Risse, FEI-Geschäftsführer Dr. Georg Munz, FEI-Vorstandsvorsitzender Dr. Götz Kröner, Prof. Dr. Jochen Weiss, Prof. Dr. Tomas Kurz und Prof. Dr. Yanyan Zhang (v. l.)
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„Forschung allein genügt nicht. Das neue Wissen muss auch ankommen. Und es muss schnell ankommen.“ Mit diesem Appell unterstrich der Vorstandsvorsitzende des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e. V. (FEI), Dr. Götz Kröner, auf der FEI-Jahrestagung vom 8. bis 10. September 2026 in Stuttgart-Hohenheim die Bedeutung des Wissenstransfers für die Innovationskraft der deutschen Lebensmittelwirtschaft.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Sie bindet Unternehmen von Beginn an in den Forschungsprozess ein: Industrievertreterinnen und Industrievertreter bringen ihre Praxiserfahrung und Forschungsbedarfe in die Projekte ein und tragen das neu generierte Know-how zurück in ihre Betriebe. Gerade für die überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft schafft die IGF damit einen direkten Zugang zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Wie breit dieses Transfernetzwerk aufgestellt ist, zeigt die Förderbilanz des FEI für 2025: Insgesamt koordinierte der FEI 109 IGF-Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 45,04 Mio. Euro. In den Projektbegleitenden Ausschüssen engagierten sich 1.025 Unternehmen aus mehr als 20 Wirtschaftsbranchen, darunter 633 kleine und mittelständische Unternehmen. Damit war rechnerisch etwa jedes sechste der rund 6.000 Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie in die Projektbegleitung eingebunden. Weitere 49 projektbeteiligte Wirtschaftsverbände unterstützten als Multiplikatoren den Transfer der Forschungsergebnisse in die industrielle Praxis.

Neben persönlichen Kontakten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft seien verlässliche Rahmenbedingungen für die Forschungsförderung eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreichen Wissenstransfer, betonte Kröner. Mit Blick auf den Haushaltsentwurf des BMWE für 2027 verwies er daher kritisch auf die vorgesehene Kürzung der Mittel für die IGF um 11,5 Mio. Euro auf 167 Mio. Euro.

Gelegenheit für den persönlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bot bereits der Auftakt der Jahrestagung: Am Vorabend des wissenschaftlichen Programms kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem festlichen Abendempfang im Marmorsaal im Weißenburgpark zusammen. Vorstandsvorsitzender Dr. Götz Kröner begrüßte die Gäste. Prof. Dr. Dr. Friedrich Meuser, langjähriger ehemaliger Leiter des Wissenschaftlichen Beirats des FEI, sprach aus persönlicher Perspektive über den FEI und seine Bedeutung.

Sarah Schweizer, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg, Rektor Prof. Dr. Christoph Schneider und FEI-Geschäftsführer Dr. Georg Munz (v. l.) bei der Vortragsveranstaltung am 10. September.
Das wissenschaftliche Programm an der Universität Hohenheim eröffneten deren Rektor Prof. Dr. Christoph Schneider sowie Sarah Schweizer, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg, mit ihren Grußworten. Durch das anschließende Vortragsprogramm führte Prof. Dr. Jochen Weiss. Forschende präsentierten aktuelle Forschungsthemen und -projekte, darunter auch Arbeiten aus dem FEI-Netzwerk. Den Abschluss bildete ein Beitrag aus der unternehmerischen Praxis.

Im Rahmen der Jahrestagung wurde außerdem Dr. Kerstin Risse für ihre herausragende Dissertation mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2026 ausgezeichnet. Mehr zur Preisträgerin und ihrer Forschungsarbeit in der gesonderten FEI-Pressemitteilung.

FEI-Jahresreport 2025/2026
Vorgestellt wurde außerdem der Jahresreport 2025/2026, der neben Zahlen und Fakten zur Forschungsförderung zahlreiche Höhepunkte der FEI-Aktivitäten zwischen Sommer 2025 und Sommer 2026 dokumentiert. Die gedruckte Ausgabe wurde an rund 500 Interessierte versandt; die digitale Version steht unter www.fei-bonn.de/jahresreport-2025-2026 zum Download zur Verfügung.


Eine große Bildergalerie sowie die Abstracts der Vorträge und die Kurzlebensläufe der Vortragenden stehen hier zur Verfügung.

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Pressebild in hoher Auflösung:
Nutzung ausschließlich unter Angabe des Bildnachweises: © FEI | Foto: Michaela Wohlleber


Pressekontakt:
Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI)
Janina Horn
Tel. +49 228 3079699-3
E-Mail: pr@fei-bonn.de

Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI)
Der FEI ist die zentrale Forschungsorganisation der deutschen Lebensmittelwirtschaft und Mitglied der AiF. Ihm gehören durch direkte Mitgliedschaft sowie über 45 Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen rund 6.000 Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie sowie über 30.000 Betriebe des Lebensmittelhandwerks an. Schwerpunkt seiner Aktivitäten ist die Förderung praxisorientierter Lebensmittelforschung. Der FEI koordiniert jährlich rund 100 Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und kooperiert mit über 120 Forschungseinrichtungen.