Ausgezeichnete Nachwuchswissenschaftlerin: Dr. Kristin Protte von der Universität Hohenheim wird mit Friedrich-Meuser-Forschungspreis geehrt

Bonn, 6. September 2019
Ausgezeichnet für ihre herausragende Dissertation: Dr. Kristin Protte. Der FEI-Vorsitzende Dr. Götz Kröner (links) überreicht ihr die Urkunde. Rechts: Der Namensgeber des Preises, Prof. Dr. Dr. Friedrich Meuser.
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Für ihre herausragende Dissertation, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz, Innovationspotential und hohe wirtschaftliche Anwendungsrelevanz hervorhebt, wurde Dr. Kristin Protte von der Universität Hohenheim mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) ausgezeichnet. Im Rahmen der FEI-Jahrestagung überreichte der FEI-Vorsitzende Dr. Götz Kröner der Nachwuchswissenschaftlerin am 5. September in Gießen die Auszeichnung.

Der Preis, der 2019 erstmalig vergeben wurde und mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro dotiert ist, ist nach Prof. Dr. Dr. Friedrich Meuser benannt, dem langjährigen früheren Leiter des Wissenschaftlichen Beirats des FEI, der bei der Übergabe der Auszeichnung zugegen war.

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Prottes Dissertation ist im Rahmen des über den FEI geförderten Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) AiF 17876 N entstanden, in der sie sich in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Hinrichs (Fachgebiet Milchwissenschaft und -technologie) am Hohenheimer Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie intensiv mit Fettersatzstoffen beschäftigt hat.

Vor dem Hintergrund, dass Übergewicht ein zunehmendes gesellschaftliches Problem ist, das auch auf eine zu hohe Energiezufuhr aus Lebensmitteln zurückzuführen ist, kann Prottes Arbeit einen Beitrag zur Lösung des Problems leisten: Die Nachwuchswissenschaftlerin entwickelte ein Fett-Replacer-Pulver, das ausschließlich aus Proteinen und Ballaststoffen besteht und das einfach in übliche Rezepturen von Produkten wie Desserts oder Cremefüllungen integriert werden kann. Damit kann im Endprodukt der Fettanteil und damit der Energiegehalt ohne sensorische Einbußen reduziert werden.

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse in sieben peer-reviewed Journalen sowie deren Präsentation auf nationalen und internationalen Kongressen überzeugte Prottes Arbeit die Fachjury nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern gleichermaßen auch durch ihre wirtschaftliche Relevanz: Auch kleine und mittelständische Unternehmen sind daran interessiert, ihre Produktpalette durch Low-Fat-Produkte zu erweitern, um langfristig am Markt bestehen zu können. Konzepte und Produkte, die es erlauben, fettreduzierte Produkte mit vergleichbaren Produkteigenschaften wie fetthaltige Produkte zu entwickeln, werden die Wettbewerbsfähigkeit gerade dieser kleineren Unternehmen steigern.

Auch im nächsten Jahr wird der Preis wieder vergegeben werden: Die Ausschreibung für den Friedrich-Meuser-Forschungspreis erfolgt im Frühjahr 2020. Es können Dissertationsschriften eingereicht werden, die im Rahmen eines abgeschlossenen Promotionsverfahrens entstanden sind und deren Veröffentlichung maximal zwei Jahre zurückliegt. Die Forschungsarbeiten müssen zu wesentlichen Teilen im Kontext eines vom FEI geförderten IGF-Projekts entstanden sein und sind thematisch nicht eingegrenzt.

Pressekontakt:
Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)
Daniela Kinkel
Tel. +49 228 3079699-2
E-Mail: kinkel@fei-bonn.de

Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)
Der FEI ist die zentrale Forschungsorganisation der deutschen Lebensmittelwirtschaft und Mitglied der AiF. Ihm gehören durch direkte Mitgliedschaft sowie über 50 Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen rund 6.000 Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie sowie ein Großteil des Lebensmittelhandwerks an.
Schwerpunkt seiner Aktivitäten ist die Förderung praxisorientierter Lebensmittelforschung. Der FEI koordiniert jährlich rund 100 Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und kooperiert mit über 120 Forschungseinrichtungen.