Zukunftsprozess mit viel Innovationspotential: Experten diskutieren Forschungsbedarf und neue Ansätze für Fermentationsprozesse in der Lebensmittelbe- und -verarbeitung

Bonn, 10. April 2019
Die Moderatoren und die Referenten des 18. FEI-Kooperationsforums: Jun.-Prof. Dr. Yanyan Zhang, FEI-Geschäftsführer Dr. Volker Häusser, Dr. Agnes Weiß, PD Dr. Martin Steinhaus, Prof. Dr. Rudi F. Vogel, Prof. Dr. Thomas Hofmann, PD Dr. Christian Hertel, Prof. Dr. Dr. Jörg Hinrichs, Dr. Marius Henkel, Dr. Christian von Wallbrunn, Dr. Gerhard Krammer und PD Dr. Doris Jaros.
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Neue Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zur Fermentation von Lebensmitteln zu initiieren – das war das Ziel des 18. Kooperationsforums, zu dem der Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) für den 9. April in den Universitätsclub Bonn eingeladen hatte. Rund 140 Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft folgten der Einladung, um bei der Ideen- und Kontaktbörse mitdiskutieren zu können.

Denn ob bei Wein, Bier oder Kakao: Die Fermentation ist ein lang bewährter, biotechnologischer Multitalent-Prozess – dessen Potentiale für die Zukunft bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Schon heute werden Lebensmittelzutaten wie Vitamine, Aromen oder Natural Antimicrobials vielfach mit Hilfe von Bioprozessen hergestellt. Insbesondere die Verknüpfung von biotechnologischen und analytischen Methoden mit innovativen Ansätzen der digitalen Verarbeitung eröffnet große Potentiale, die global verfügbaren Ressourcen für die Ernährung nachhaltig zu nutzen. So können mittels In-silico-Modellen biochemische Vorgänge und Wechselwirkungen bei Fermentationsprozessen virtuell simuliert und exakt vorausberechnet werden.

Vor diesem Hintergrund stellte der FEI das Themenfeld "Innovative Fermentationsprozesse für Lebensmittel" in den Mittelpunkt seines diesjährigen Kooperationsforums: Nach zwei Impulsvorträgen mit je einer Perspektive aus der Wissenschaft sowie aus der Wirtschaft stellten sieben weitere Referenten die aktuellen Ergebnisse aus ihren Forschungsarbeiten vor. Im Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie – der Basis der vom FEI koordinierten Gemeinschaftsforschung – wurde der Bedarf an branchenübergreifender Forschung rund um den Themenkomplex diskutiert.

Prof. Dr. Jörg Hinrichs von der Universität Hohenheim und PD Dr. Martin Steinhaus vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie der Technischen Universität München moderierten gemeinsam die Veranstaltung.

"Die verfügbaren Ressourcen in der Lebensmittelproduktion noch effizienter zu nutzen, ist eine der vielen globalen Herausforderungen, die am besten durch ein gemeinsames Vorgehen von Wirtschaft und Wissenschaft angenommen werden könnnen", so Hinrichs. "Ein Hebel hierfür sind innovative Fermentationsprozesse, die wir ideal durch Gemeinschaftsforschungsprojekte voranbringen können."

Eine Auswahl von Fotos der Veranstaltung, die Abstracts der Vorträge und die Kurzviten der Referent/innen stehen ab dem 11. April unter www.fei-bonn.de/kooperationsforum-2019 zur Verfügung.
Für eine Einsicht in die Präsentationen benötigen Sie eine Anmeldung im "FEI-Service". Interessierte wenden sich hierzu bitte an unsere Geschäftsstelle per E-Mail.

Zum Hintergrund der Veranstaltungsreihe
Seit 2001 veranstaltet der Forschungskreis der Ernährungsindustrie einmal jährlich das FEI-Kooperationsforum. Ziel dieser Veranstaltung mit wechselnden Schwerpunktthemen ist es, den Stand der Technik in Querschnittsbereichen aufzuzeigen und insbesondere interdisziplinäre und branchenübergreifende Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) auf den Weg zu bringen. Das FEI-Netzwerk bildet den organisatorischen Rahmen für die Realisierung derartiger anwendungsorientierter Forschungsaktivitäten.


Pressekontakt:
Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)
Daniela Kinkel
Tel. +49 228 3079699-2
E-Mail: kinkel@fei-bonn.de

Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)
Der FEI ist die zentrale Forschungsorganisation der deutschen Lebensmittelwirtschaft und Mitglied der AiF. Ihm gehören durch direkte Mitgliedschaft sowie über 50 Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen rund 6.000 Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie sowie ein Großteil des Lebensmittelhandwerks an.
Schwerpunkt seiner Aktivitäten ist die Förderung praxisorientierter Lebensmittelforschung. Der FEI koordiniert jährlich rund 100 Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und kooperiert mit über 120 Forschungseinrichtungen.