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Projekt des Monats März 2010: Zerealien und Co. mit Mehrwert! Intelligent gesteuerter „Porsche“-Extruder eröffnet KMUs neue Marktchancen mit innovativen Produkten

Schneckenwelle eines Doppelschnecken-Hochgeschwindigkeitsextruders (Quelle: Coperion, Stuttgart)

Schneckenwelle eines Doppelschnecken-Hochgeschwindigkeitsextruders (Quelle: Coperion, Stuttgart)
Extrudierte Lebensmittelprodukte sind bei Verbrauchern sehr beliebt: Nicht nur die „Crispyness“ – die knusprig-knackige Textur – von Frühstückszerealien und Snacks hat in den letzten Jahren zu hohen Umsatzsteigerungen dieser Produkte geführt.
Für weitere innovative Extrusionsprodukte ist der Einsatz von ernährungsphysiologisch wertvollen Mehlen und „sensiblen“ Inhaltsstoffen, wie sekundären Pflanzenstoffen, denkbar. Doch bislang beruhte die Entwicklung solcher neuen Produkte weitestgehend auf empirischem Wissen und den Erfahrungen der Mitarbeiter. Für zielgerichtete Produktentwicklungen mittels neuer Technologien in diesem Bereich bedarf es intensiver Forschung, die kleine und mittelständische Unternehmen der Lebensmittelindustrie in der Regel nicht leisten können. Eine solche innovative Technologie ist die Hochgeschwindigkeitsextrusion, die bislang vorrangig in der Kunststoffverarbeitung genutzt wird.

Seit Herbst 2009 arbeitet ein Forschungsteam von Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Erlangen-Nürnberg daran, kochextrudierte stärkebasierte Produkte mit bestimmten, für den Verbraucher relevanten Eigenschaften mittels Hochgeschwindigkeitsextrusion zu erzeugen. Die daraus gewonnenen experimentellen Daten zur Auswirkung der Prozessparameter auf das Produkt dienen der Erarbeitung einer selbstlernenden, intelligenten Prozessführungsstrategie. Die Ergebnisse, die 2012 erwartet werden, ermöglichen es den Unternehmen, die Hochgeschwindigkeitsextrusion auch im Lebensmittelbereich kosteneffizient und zielgerichtet zu nutzen – beispielsweise für die Entwicklung von Produkten aus neuen, ernährungsphysiologisch wertvollen Rohstoffen oder mit einem hohen „Erlebnisgrad“.

Ein breit zusammengesetzter Projektbegleitender Ausschuss, dem Lebensmittelproduzenten, Vertreter des Maschinen- und Anlagenbaus sowie Hersteller von Mess-, Regelungs- und Automatisierungstechnik angehören, zeigt das branchenübergreifende Interesse an diesem Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung. Informationen zu dem Vorhaben „Gestaltung der Eigenschaften expandierter stärkebasierter Produkte mittels Hochgeschwindigkeitsextrusion auf der Grundlage einer neuronumerischen Prozessführungsstrategie“ sowie die Kontaktdaten der Forschungsstellen stehen hier.




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