Antragsverfahren

Nächster Einreichungstermin für Projektanträge der Industriellen Gemeinschaftsforschung:
(Starttermin für Vorhaben: ab 1.3.2018)

21 . Juni 2017
Die vollständigen Antragsunterlagen müssen spätestens bis 12:00 Uhr beim FEI eintreffen! Achtung: Vorgaben zum Antragsumfang beachten!

Interessierte Antragsteller bitten wir um unverbindliche Vorabankündigung bis zum 31.5.2017; insbesondere Erstantragstellern empfehlen wir darüber hinaus grundsätzlich, frühzeitig vor der Einreichung von Anträgen, Rücksprache mit der FEI-Geschäftsstelle zu halten.

Die FEI-Projektbörse kann Sie unterstützen bei der Partnerfindung und Projektgenerierung. Projektskizzen zur Partnersuche können jederzeit eingereicht werden.

Neu: Besondere Förderung von Vorhaben zum Thema Energiewende


Zur Förderung von IGF-Vorhaben, die einen Beitrag zur Realisierung der Energiewende leisten, stellt das BMWi in den nächsten drei Jahren 18 Mio. € zusätzlich zur Verfügung. Für entsprechende Anträge gelten die gleichen Bedingungen wie für das IGF-Standardverfahren. Ergänzend ist in einer Projektskizze der besondere Beitrag des Vorhabens zur Energiewende darzustellen.

  • Hinweise zur Förderung von Vorhaben zum Thema Energiewende



    Angabe des besonderen Beitrags des Projekts zur Energiewende (max. 2.000 Zeichen), insbesondere:

    Wie hoch ist das Energieeffizienzpotential (MWh/a) oder die potentielle CO2-Einsparung (t/a) im Erfolgsfall?

    Welchen Beitrag leistet das Projekt z. B.
    • zur Digitalisierung der Energiewende (digitale Vernetzung von Erzeugung, Transport/Speicherung und Verbrauch)?
    • zur intelligenten Sektorkopplung (effiziente Verbindung/Interaktion des Strom- und Wärmemarktes)?
    • zu systemübergreifenden Technologieansätzen?


    Der Antrag ist außerdem den Gebieten des Energieforschungsprogramms (3.1 - 3.15) zuzuordnen.

    Für nähere Informationen steht Ihnen die FEI-Geschäftsstelle jederzeit zur Verfügung.




  • Hinweise zur Einreichung von Forschungsanträgen


    Schwerpunkt der FEI-Aktivitäten ist die Koordinierung und Förderung von Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Die IGF wird im Rahmen eines Förderprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert, um dauerhafte Forschungskooperationen in Branchennetzwerken zu unterstützen und um insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) den Zugang zu praxisnahen Forschungsergebnissen zu ermöglichen.

    Voraussetzung einer Förderung von Forschungsvorhaben über den FEI ist der gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Status der jeweiligen Forschungsstelle.

    Der Lebensmittelwirtschaft steht das BMWi-Programm zur Förderung der IGF durch die Mitgliedschaft des FEI als Forschungsvereinigung in der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) offen. Voraussetzung der öffentlichen Förderung sind entsprechende Eigenleistungen der Industrie.

    Forschungsanträge im IGF-Standardverfahren können 3-mal jährlich beim FEI eingereicht werden. Sie sind thematisch nicht gebunden, haben jedoch i.d.R. produkt- und verfahrensspezifische Schwerpunkte. Über ihre Durchführung wird im Rahmen eines Qualitätswettbewerbs entschieden (Begutachtungskriterien (PDF-Download)).

    Einen Überblick über die verankerten Regularien des Forschungskreises bezüglich seiner Forschungsförderung und seines Gutachterwesens geben die FEI-Grundsätze zur Antragstellung, Begutachtung und Förderung von Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

    Voraussetzung für eine Bearbeitung und Begutachtung von Forschungsanträgen ist die Vollständigkeit der eingereichten Antragsunterlagen sowie die Projektunterstützung durch einen interessierten Industrieverband der Lebensmittelwirtschaft (FEI-Mitgliedsverband) und durch einen Projektbegleitenden Ausschuss, der die Zielgruppe repräsentiert (ca. 6-12 Unternehmen, mind. 6 KMU gem. BMWi-Definition).

    Aktuelle Hinweise
    • Obergrenze für beantragbare Fördermittel
      Von der AiF wurde eine Obergrenze für beantragbare Fördermittel in Höhe von € 250.000 je Forschungsstelle und eine Begrenzung auf max. 3 Forschungsstellen pro Vorhaben (außer bei Clustern) eingeführt. Eine Überschreitung bedarf einer expliziten Begründung.
    • Höchstsätze für beantragbare Personalausgaben


  • Antragsunterlagen für Projektanträge im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung


    1. Antragserklärung *
      Von Seiten der vorhabendurchführenden (öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen) Forschungsstelle(n)
    2. Forschungsantrag (Gliederung)/(Eingabemaske)
      Inkl. Anhang und Plan zum Ergebnistransfer (FEI-Basistext)
      Gliederung und Inhalt gem. Vorgabe!
      Max. 15 Seiten, exklusive Literaturverzeichnis

      (zzgl. 5 Seiten je weiterer beteiligter Forschungsstelle),
      Schriftgröße 12, Abstand 1,5
    3. Kurzbeschreibung (deutsch) (Gliederung)/(Eingabemaske)
      Gliederung und Inhalt gemäß Vorgabe (max. 4 Seiten, Schriftgröße 12)
    4. Kurzbeschreibung (englisch)
      Inhalt: ca. 2.000 Zeichen
    5. Finanzierungsplan (Muster)/(Hinweise)/(Eingabemaske)/(HPA-Höchstsätze)
      Aufteilung je Forschungsstelle gemäß Muster; Begründungen und Angebote als separate Anlage(n)
    6. Industriegutachten (fakultativ)
      zur wirtschaftlichen Bedeutung des Vorhabens von Seiten eines Branchenverbandes der Lebensmittelindustrie
    7. Förderbeitragszusage der Industrie *
      Zusage der Industrie, z. B. eines interessierten FEI-Mitgliedsverbandes, zur Zahlung eines Förderbeitrages (10 % der Gesamtzuwendungssumme an den FEI)
    8. Projektbegleitender Ausschuss bestehend aus
      ca. 6-11 Unternehmen, die die industrielle Zielgruppe repräsentieren (davon mind. 5 KMU; bei größeren Ausschüssen (12-14 Unternehmen) mind. 6 KMU gem. BMWi-Definition).
    9. Angaben zu den industriellen Eigenleistungen * (vAW) (Hinweise)
      Abschätzung der voraussichtlich innerhalb der Laufzeit anfallenden projektbezogenen Geld-, Sach- und Dienstleistungen der Wirtschaft (i.d.R. liegt der prozentuale Anteil der vAW (ohne Geldleistungen, aber inkl. der Aufwendungen für den Projektbegleitenden Ausschuss) an der Gesamtfinanzierungssumme eines Vorhabens auf FEI-Ebene zwischen 8 - 20 %)
    10. Angaben zu den adressierten industriellen Zielgruppen
    Sämtliche Antragsunterlagen sind per E-Mail (als nicht schreibgeschützte Word-Datei) zu übersenden. Die mit *gekennzeichneten Teile sind zusätzlich im Original zuzusenden.


Nachfolgende Einreichungstermine (unter Vorbehalt):


  • 20. November 2017
  • 1. März 2018

Sonderausschreibungen:

  • Aufruf für CORNET-Vorhaben
    (Transnationale Industrielle Gemeinschaftsforschung)
  • Nächster Einreichungstermin für CORNET-Vorhaben:
    spätestens bis zum 22. August 2017

Hinweise

  • FEI-Grundsätze zur Antragstellung, Begutachtung und Förderung von Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)

    Die bisher über mehrere Dokumente hinweg verankerten Regularien des Forschungskreises bezüglich seiner Forschungsförderung und seines Gutachterwesens wurden in einem Grundsatzpapier kompakt und nachlesbar zusammengeführt. Nach Bestätigung durch den FEI-Vorstand dienen sie ab sofort sowohl Antragstellern als auch Gutachtern als Richtschnur. Die Grundsätze dokumentieren zugleich die Qualitätsmaßstäbe des FEI als forschungsfördernde Organisation und als Mitgliedsvereinigung der AiF.
  • Kriterien für ernährungsphysiologische Forschungskonzepte


    - Quintessenz des FEI-Themenworkshop 2007 -

    Der gesundheitliche Wert bzw. Mehrwert von Lebensmitteln ist ein wesentliches Kriterium für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung neuer Produkte. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Themenfelder „Funktionelle Lebensmittel“ oder „Health claims für Stoffklassen“ haben ernährungsphysiologische Forschungskonzepte und Fragestellungen ihren Platz und ihre eigenständige Berechtigung im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

    Die Konzeption entsprechender Forschungsvorhaben muss hierbei allerdings die Rahmenbedingungen und die Erwartungen berücksichtigen, die für die industrielle Gemeinschaftsforschung als einem Programm der Mittelstandsförderung von Seiten des öffentlichen Fördermittelgebers (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, BMWi) vorgegeben werden. Dies gilt insbesondere für die Erfüllung der Kriterien Anwendungsnähe, Mittelstandsrelevanz, Vorwettbewerblichkeit und Branchenorientierung.

    Politisches Ziel der öffentlichen Förderung ist es, insbesondere mittelständischen Unternehmen bzw. ganzen Branchen mithilfe der Industriellen Gemeinschaftsforschung eine technologische Basis zu verschaffen, um neue Produkte und Verfahren zu entwickeln.

    Konkreter Anwendungsbezug und zeitnahe Umsetzbarkeit ernährungsphysiologischer Erkenntnisse werden unter diesem Blickwinkel am einfachsten darstellbar sein, wenn derartige Fragestellungen in interdisziplinäre Forschungsvorhaben eingebettet sind oder parallel mit technologischen Aspekten bearbeitet werden. Zu berücksichtigen ist, dass aufgrund des vom BMWi vorgegebenen Finanzierungsrasters, des Finanzrahmens und der Laufzeit für Projekte des IGF-Standardverfahrens weder materialaufwändige Forschungskonzepte noch großangelegte, langjährige Humanstudien realisierbar sind. Antragsteller sollten sich frühzeitig vor der Antragstellung durch die FEI-Geschäftsstelle beraten lassen, welche Möglichkeiten bestehen, die für die Bearbeitung ernährungsphysiologischer Aspekte nötigen Finanzierungsansätze einzubringen. Zusätzliche Perspektiven ergeben sich im Rahmen sog. Cluster-Projekte, d.h. größerer, zusammenhängender Projekte, in denen unter einem gemeinsamen thematischen Dach grundlagenorientierte Teilprojekte (finanziert über die DFG) und anwendungsorientierte Teilprojekte (finanziert über die AiF) parallel bearbeitet werden.

    Vorhaben mit ernährungsphysiologischen Forschungsansätzen müssen grundsätzlich ähnlich hohe Qualitätsstandards erfüllen, wie sie im FEI im Laufe der Jahre z.B. für lebensmitteltechnologische und lebensmittelchemische Projektanträge entwickelt wurden. Dies bedeutet u.a., dass vor dem Hintergrund einer exakten und eingegrenzten Fragestellung und ausgehend von einem gut recherchierten Stand des Wissens sowie von Ergebnissen aus Vorversuchen differenziert dargestellt wird, mit welchen Testsystemen welche Erkenntnisse gewonnen wurden bzw. gewonnen werden sollen und welche differenzierten, umsetzungsorientierten Schlussfolgerungen hieraus gezogen werden können. Der beabsichtigte Forschungsansatz, die Methodik und die wissenschaftliche Vorgehensweise sind ausführlich (und auch für Nichtspezialisten schlüssig und verständlich) zu beschreiben. Bei Humanstudien bedeutet dies z.B. eine nachvollziehbare Darstellung der Rekrutierung der Probanden, des Forschungsdesigns (z.B. Einmalgabe oder mehrtätiger Verzehr, Probengewinnung und -aufarbeitung), der Analytik (z.B. Sensitivität) und der Datenauswertung (z.B. Statistik, Kontrolle). Weitere Hinweise können den Präsentationen des FEI-Themenworkshops 2007 entnommen werden.

    Grundsätzlich haben in vitro Studien die gleiche Berechtigung wie in vivo Studien, wenn eine Kausalität im Rahmen von Humanstudien nachgewiesen wurde. Geeignete Biomarker sind u.a. im Rahmen des PASSCLAIM-Prozesses veröffentlicht (siehe: http://europe.ilsi.org/activities/ecprojects/passclaim/intro.htm (International Life Science Institute, ILSI). Tiermodelle und insbesondere "Pilot-(Human)-Studien“ mit einer begrenzten Probandenzahl dürften im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung angemessene und realisierbare Forschungsansätze zur Generierung von wichtigen, allgemein gültigen Zusammenhängen darstellen, die im Anschluss an diese Vorhaben im Rahmen von Folgeprojekten oder größerer Humanstudien verifiziert werden können.

    Ein mögliches vorwettbewerbliches Themenfeld könnte z.B. die Faktengenerierung zu Health Claims für Stoffklassen sein. Die Ergebnisse derartiger Gemeinschaftsforschungsvorhaben könnten dann Ausgangspunkt für spätere unternehmens- und produktspezifische Fragestellungen sein.