Ausgezeichnet!

Dr. Nino Terjung

Förderpreis der Fleischwirtschaft für den „mad meat scientist“

Wer Dr. Nino Terjung kennenlernt, merkt schnell, dass der ehrgeizige Forscher zielstrebig seine Themen verfolgt: Die drehen sich in erster Linie rund um die Fleischtechnologie und die Fleischforschung. Seine Weichen für eine beeindruckende Laufbahn in der Branche waren schon früh gestellt: Nach seiner Fleischerlehre und einer kurzen Gesellenzeit bestand er bereits mit 18 Jahren seine Meisterprüfung mit Auszeichnung. Mit dem Meisterbrief als Hochschulzugangsberechtigung studierte Terjung an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo Lebensmitteltechnologie und machte 2008 seinen Bachelor in der
Fleischtechnologie. 2010 schloss er sein Master-Studium an der Technischen Universität München ab – mit einer Arbeit zur Aromaentwicklung in Rohwurst. Auch für seine Promotion bei Prof. Dr. Jochen Weiss an der Universität Hohenheim blieb der heute 31-Jährige der Fleischforschung treu: Er promovierte im Rahmen eines FEI-Projektes über antimikrobielle Wirkstoffkombinationen für Fleischerzeugnisse. In dieser Zeit absolvierte der erfolgreiche Triathlet auch seinen ersten Ironman, was ihm zu seinem Spitznamen „mad meat scientist“ verhalf.

Mit dem Doktortitel aus Hohenheim war der Weg nicht weit zu seiner ersten Position am Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück: Dort wurde Terjung 2015 Leiter Fleischtechnologie. Schon ein halbes Jahr später stieg er Anfang 2016 zum Leiter des Geschäftsbereichs Produktinnovation am DIL auf. Seinen Wurzeln bleibt der Fleischforscher auch in dieser Position treu: Seit seinem Einstieg am DIL initiierte er gleich drei FEI-Projekte für die Branche mit und leitet diese als Projektleiter. Zudem hat Terjung kürzlich auch ein Start-Up gegründet: In seiner eigenen Firma entwickelt er einen physikalischen Prozess, mit dem eine echte Alternative zur umstrittenen Stopfleber angeboten werden kann. All das sind genug gute Gründe, um Terjung mit dem Förderpreis der Fleischwirtschaft auszuzeichnen: In der Kategorie Wissenschaft erhielt er am 26. April 2017 in Frankfurt die von der dfv-Mediengruppe verliehene Auszeichnung.

(Stand: August 2017)

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