Institute im Fokus

Technische Universität Braunschweig

Institut für Lebensmittelchemie


Historisches Hauptgebäude der Technischen Universität Braunschweig.


Bereits seit 1895 werden an der ältesten Technische Universität Deutschlands, der TU Braunschweig, Lebensmittelchemiker ausgebildet. Die Ausbildung wurde zunächst am Pharmazeutischen Institut durchgeführt; 1962 wurde unter Prof. Dr. Helmut Thaler ein eigenständiger Studiengang für Lebensmittelchemie eingeführt. Das 1963 von Thaler mitgegründete Institut für Lebensmittelchemie stand bis 1974 unter seiner Leitung. Bis 1997 führte Prof. Dr. Hans Gerhard Maier das Institut – er ist auch als „Kaffee-Maier“ bekannt, da er sich viel mit der Chemie von Kaffee beschäftigte und als Emeritus bis heute eine Vorlesung über alkaloidhaltige Genussmittel hält. Ihm folgte Prof. Peter Winterhalter. Seit fast 20 Jahren ist Winterhalter geschäftsführender Leiter des Instituts und leitet einen der vier Arbeitskreise – neben seinen Kollegen Prof. Dr. Petra Mischnick, Prof. Dr. Ulrich Engelhardt und dem Nachwuchswissenschaftler Dr. Gerold Jerz.
Prof. Dr. Peter Winterhalter leitet das Institut für Lebensmittelchemie seit 1997.

Die Arbeitsgebiete reichen von Wein und Fruchtsäften über Tee, teeähnlichen Getränken bis zu Kaffee. Hierbei liegt der Fokus auf Naturstoffisolierung und -analytik sowie auf präparativen Trenntechniken. Eines der Themen – die Aromastoffanalytik von Most und Wein und die darauf basierende Auswahl von Hefen – wird im Best-Practice-Projekt "Mehr Aroma in Sekt und Wein - durch zielgerichteten Einsatz von Hefen und schnellerer Analytik" vorgestellt. Acht weitere IGF-Projekte des FEI wurden allein in den letzten zehn Jahren am Braunschweiger Institut für Lebensmittelchemie erfolgreich abgeschlossen; vier aktuelle Vorhaben laufen derzeit noch. Ein weiteres Arbeitsgebiet bilden die Kohlenhydrate, wobei hier die Darstellung, Analytik und Anwendung modifizierter Polysaccharide im Vordergrund stehen.
Hervorzuheben sind die umfangreichen Forschungs-Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern, mit denen auch ein reger Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden gepflegt wird. Insbesondere bestehen enge Kontakte nach Südamerika und Japan – so wurde beispielsweise ein Doppelpromotionsprogramm mit der Universität in Shizuoka (Japan) etabliert.

(Stand: Oktober 2016)
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