Verleihung der Hans-Dieter-Belitz-Medaille an Dr. Bernd Schartmann

Bonn, 11. September 2013
Der FEI-Vorsitzende Dr. Götz Kröner überreicht die Hans-Dieter-Belitz-Medaille an Dr. Bernd Schartmann.
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Zum fünften Mal hat der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) die Hans-Dieter-Belitz-Medaille verliehen: Dr. Bernd Schartmann nahm die Auszeichnung im Rahmen der FEI-Jahrestagung in Karlsruhe (http://www.fei-bonn.de/veranstaltungen-termine/jahrestagungen/jahrestagung-2013) entgegen. Mit der Hans-Dieter-Belitz-Medaille würdigt der FEI seit 2002 besondere Verdienste um die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und um die Förderung der Kooperation von Wissenschaft und Industrie in der Lebensmittelwirtschaft.

Schartmann, der bis 2008 bei den Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH die Geschäftsbereiche Forschung und Entwicklung leitete, war zugleich im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) in mehreren Funktionen viele Jahre fest verankert. Zu betonen ist dort insbesondere sein ehrenamtliches Engagement für die Forschung: Als Forschungsbeauftragter der Schokoladen-Fachsparte und als wissenschaftliches Vorstandsmitglied der Deutschen Kakaostiftung war er seit 1989 maßgeblich an über 20 vorwettbewerblichen IGF-Projekten beteiligt. "Nicht wenige dieser Vorhaben wären ohne Ihre persönliche Initiative, Ihren fachlichen Rat oder Ihre verbandsinterne Überzeugungskraft niemals zustande gekommen", betonte der Vorsitzende des FEI, Dr. Götz Kröner, in seiner Laudatio. Kröner erläuterte, dass die Industrielle Gemeinschaftsforschung Überzeugungstäter brauche: "Sie, lieber Herr Schartmann, sind ein solcher Überzeugungstäter!"

Kröner dankte Schartmann auch für seine jahrzehntelange Tätigkeit im FEI: "Sie haben 24 Jahre lang die Geschicke des FEI an entscheidender Stelle mitbestimmt – und haben damit auch ganz persönlichen Anteil an seiner Erfolgsgeschichte." Seit 1989 war Schartmann Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses, ab 1992 im Vorstand des FEI. Darüber hinaus war er seit 1997 Stellvertretender Vorsitzender des FEI.

Nach seinem Studium der Lebensmittelchemie an den Universitäten Aachen und Bonn promovierte Schartmann 1980. Im direkten Anschluss an seine Promotion übernahm er die Leitung des Zentrallabors der Monheim-Gruppe. Er blieb der Schokoladenindustrie treu, als er 1988 Leiter der Qualitätssicherung bei Lindt & Sprüngli wurde. Von 1993 bis 2008 verantwortete er dort als Direktor die Geschäftsbereiche Forschung und Entwicklung und war Mitglied der Geschäftsleitung. Bis zu seinem offiziellen Ausscheiden aus dem Berufsleben Ende 2012 blieb er wissenschaftlicher Berater bei Lindt & Sprüngli.

Bisherige Preisträger der Hans-Dieter-Belitz-Medaille (http://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/ueber-den-fei/belitz-medaille) waren Dr. Rolf Stute (2002), Prof. Dr. Dr. Friedrich Meuser (2005), Prof. Dr. Dr. Hans Steinhart (2005) und Dr. Heinz D. Jodlbauer (2008).

Zum Namenspatron der Hans-Dieter-Belitz-Medaille:
Die Verleihung der Medaille erfolgt in Erinnerung an Prof. Dr. Hans-Dieter Belitz, den 1993 verstorbenen Leiter der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA) in Garching (heute: in Freising). Belitz‘ umfassendes wissenschaftliches Werk ist weit über die Grenzen Deutschlands bekannt; sein mit Prof. Dr. Werner Grosch und Prof. Dr. Dr. Peter Schieberle verfasstes "Lehrbuch der Lebensmittelchemie" ist heute noch ein wichtiges Standardwerk.


Pressekontakt:
Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)
Daniela Kinkel
Tel. +49 228 3079699-2
E-Mail: fei@fei-bonn.de


Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)
Der FEI ist die zentrale Forschungsorganisation der deutschen Lebensmittelwirtschaft und Mitglied der AiF. Ihm gehören durch direkte Mitgliedschaft sowie über 57 Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen rund 6.000 Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie sowie über 30.000 Betriebe des Lebensmittelhandwerks an.
Schwerpunkt seiner Aktivitäten ist die Förderung praxisorientierter Lebensmittelforschung. Der FEI koordiniert jährlich rund 100 Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und kooperiert mit über 120 Forschungseinrichtungen.