Der Weg des Antrags

Der Weg des Antrags
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Anträge auf Förderung von Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) (http://www.aif.de/index.php?id=25) können ausschließlich durch ordentliche Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) (http://www.aif.de) gestellt werden. Die AiF agiert gleichermaßen als Vertragspartner des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) (http://www.bmwi.de/) wie als Selbstverwaltungsorganisation der AiF-Mitglieder. In dieser Funktion übernimmt die AiF die administrative Seite der IGF-Förderung, während das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Zuwendungsgeber die Fördermittel für diese Forschungsvorhaben bereitstellt.

Als Mitgliedsvereinigung der AiF ist der FEI berechtigt, Anträge auf Förderung von IGF-Projekten zu stellen. Im Rahmen der IGF-Förderung werden ausschließlich solche Projekte gefördert, die anwendungsorientiert, vorwettbewerblich und mittelstandsorientiert sind. Das heißt im Klartext, dass keine Grundlagenforschung gefördert wird und die Ergebnisse der Forschungsprojekte der gesamten Branche zur Verfügung gestellt werden sollen. Ein Projektbegleitender Ausschuss begleitet das Forschungsvorhaben während der gesamten Laufzeit und sichert so die praxisnahe Ausrichtung der Vorhaben. Das erklärte Ziel der IGF-Förderung sind Ergebnisse, durch die die Wettbewerbssituation insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen nachhaltig verbessert wird.

  • Schritt 1: Einreichung des Antrags beim FEI


    Sie sind ein Forschungsinstitut, ein Fachverband oder ein Unternehmen aus der Lebensmittelbranche und haben eine erfolgversprechende Idee. Dann suchen Sie sich geeignete Partner und stellen zu den vom FEI festgelegten Terminen (http://www.fei-bonn.de/gefoerderte-projekte/von-der-idee-zum-projekt/antragsverfahren) einen Antrag auf Förderung beim FEI. Für die Begutachtung Ihres Antrags müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein:
    • Das/die beteiligte/n Forschungsinstitut/e (http://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/forschungsinstitute) müssen öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Status haben.
    • Ein Industrieverband der Lebensmittelwirtschaft muss Interesse an Ihrem Projekt signalisieren, Ihr Vorhaben unterstützen und sich als Informationsmultiplikator an dem Projekt beteiligen.
    • Sie benötigen einen Projektbegleitenden Ausschuss (http://www.aif.de/index.php?id=130) der Industrie, der Ihr Forschungsvorhaben begleitet. Er besteht in der Regel aus sieben bis zwölf Unternehmen, davon mindestens fünf KMU (http://www.aif.de/index.php?id=130).
    • Ihr Antrag muss vollständig ausgefüllt sein. Die dazu notwendigen Unterlagen finden Sie hier.

    Vorab sollten Sie uns eine unverbindliche Vorabankündigung (http://www.fei-bonn.de/download/vorabankuendigung.doc) zu kommen lassen. Damit sind wir auf Ihren Antrag vorbereitet und halten den nächsten Einreichungstermin im Auge.

    Insbesondere Erstantragstellern empfehlen wir darüber hinaus, frühzeitig vor der Einreichung von Anträgen, Rücksprache mit der FEI-Geschäftsstelle (http://www.fei-bonn.de/fei-netzwerk/kontakt.html) zu halten, um sich zu vergewissern, ob Sie als Antragsteller in Frage kommen.

    Suchen Sie noch Partner für Ihr Projekt, so können Sie dem FEI eine aussagekräftige Projektskizze (http://www.fei-bonn.de/download/projektskizze-word) zusenden, für die über die Projektbörse (http://www.fei-bonn.de/gefoerderte-projekte/von-der-idee-zum-projekt/projektboerse) Beteiligungsinteresse bei Unternehmen angefragt werden kann, die bisher an IGF-Projekten beteiligt waren.

  • Schritt 2: Prüfung der Formalia


    Ihr Antrag erreicht die Geschäftsstelle. Bevor der FEI diesen an Fachgutachter weiterleitet, prüfen wir, ob alle Formalia eingehalten wurden und die relevanten Daten vorhanden sind. Sollte dem nicht so sein, werden Sie informiert und erhalten Gelegenheit zur kurzfristigen Nachbesserung. Nur vollständige Anträge erreichen den nächsten Schritt.

  • Schritt 3: Fachgutachterverfahren


    Der FEI verfügt über ein Netzwerk aus mehr als 90 ehrenamtlich tätigen Fachgutachtern aus Wirtschaft und Wissenschaft, die im Wissenschaftlichen Beirat des FEI vertreten sind. Jeweils sechs dieser Fachgutachter übernehmen die wissenschaftliche und wirtschaftliche Beurteilung eines Antrags. Dabei stellt der FEI durch eine geeignete Auswahl dieser Experten zum einen sicher, dass jeder Aspekt eines Antrags kompetent bewertet wird, zum anderen, dass Befangenheiten der Gutachter ausgeschlossen sind (FEI-Grundsätze (http://www.fei-bonn.de/download/fei-grundsaetze-igf-vorhaben.pdf)). Alle Gutachter sind auf ihrem Gebiet ausgewiesene und unabhängige Fachleute.

    In der Regel verbleibt Ihr Antrag sechs bis acht Wochen in den Händen der Fachgutachter. Diese unterziehen den Antrag auf Basis der Begutachtungskriterien (http://www.fei-bonn.de/download/begutachtungskriterien.pdf) des FEI einer gewissenhaften Prüfung. Ihr Ergebnis teilen sie dem FEI mit, wobei diese Einschätzung die Grundlage für das weitere Verfahren bildet.

  • Schritt 4: Qualitätssicherung durch den Wissenschaftlichen Beirat


    Fällt das Urteil der Fachgutachter positiv aus, so erhalten Sie von uns eine Einladung zur nächsten Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats. Hier haben Sie Gelegenheit, Ihr Forschungsvorhaben Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu erläutern und sich deren Fragen zu stellen. Nach einer anschließenden Diskussion der Fachleute steht fest, ob Ihr Antrag
    • zur Förderung empfohlen und im Anschluss an die Sitzung an die AiF weitergeleitet wird,
    • zur zeitnahen Überarbeitung empfohlen und erst danach an die AiF weitergeleitet wird,
    • einer grundlegenden Überarbeitung bedarf, um danach ein weiteres Mal begutachtet und verhandelt zu werden.

    Das Ergebnis teilen Ihnen die Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats vor Ort sofort mit.

  • Schritt 5: Begutachtung durch die AiF


    Vom Wissenschaftlichen Beirat positiv bewertete Anträge leitet der FEI an die AiF weiter. Dort durchläuft Ihr Antrag erneut eine fachliche Begutachtung (Gutachterwesen der AiF (http://www.aif.de/innovationsfoerderung/industrielle-gemeinschaftsforschung/gutachterwesen.html)). Auch die Gutachtergruppen der AiF setzen sich zusammen aus Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Sie sind ebenfalls ehrenamtlich tätig und treffen sich zweimal jährlich in Gruppensitzungen (http://www.aif.de/innovationsfoerderung/industrielle-gemeinschaftsforschung/gutachterwesen.html#Termine). Hier wird über die eingegangenen IGF-Anträge beraten und danach entschieden, ob ein Antrag dem BMWi zur Förderung vorgeschlagen wird, so kommt Ihr Antrag zurück in die FEI-Geschäftsstelle, wo wir die offizielle Antragseinreichung beim BMWi via AiF vorbereiten.

  • Schritt 6: Vorbereitung der Antragseinreichung beim BMWi


    Fällt die Entscheidung der AiF-Gutachter positiv aus, kommt Ihr Antrag ein zweites Mal in die FEI-Geschäftsstelle. Hier wird er noch einmal abschließend überarbeitet. Als ordentliches Mitglied der AiF ist der FEI offizieller Antragsteller für Ihr Forschungsvorhaben: Wir leiten den Antrag nach der Überarbeitung zurück an die AiF mit der Bitte um Förderung Ihres Forschungsvorhabens im Rahmen der IGF durch das BMWi. Die AiF leitet die Unterlagen daraufhin weiter ans BMWi und schlägt das Forschungsvorhaben zur Förderung vor.

  • Schritt 7: BMWi-Entscheidung


    Jetzt prüft das BMWI die von der AiF zur Förderung vorgeschlagenen Anträge und entscheidet endgültig, ob ein Antrag gefördert wird.
  • Schritt 8: Mitteilung der Entscheidung


    Sobald uns die Förderzusage des BMWi vorliegt und der Zuwendungsbescheid (http://www.aif.de/index.php?id=223&L=0) in der Geschäftsstelle des FEI eingegangen ist, teilen wir Ihnen die Entscheidung umgehend mit: Sie können Ihr Projekt beginnen.