Projekt des Monats Februar 2010

Phospholipide, die "Alleskönner" aus der Molke - Wissenschaftler erforschen gesundheitliches Potential und Isolierung aus Molkenrahm

Molke, wertvolles Nebenprodukt
Die Milchfettkügelchenmembran hat es in sich: Den darin enthaltenen Phopholipiden und darunter vor allem den Sphingolipiden werden krebshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften zugeschrieben; ebenso sollen sie cholesterinsenkend wirken und bei Hautkrankheiten positive Effekte erzielen können.
Die Phospholipide lassen sich aus Molke bzw. Molkenrahm gewinnen, der bei der Herstellung von Käse und Quark als Nebenprodukt entsteht und bislang nicht ausreichend weiterverwertet werden kann. Eine sinnvolle Verwertung des Molkenrahms liegt daher in der Gewinnung von bioaktiven Phospholipiden.

Im Rahmen eines interdisziplinären Projektes wird derzeit erforscht, wie sich Phospholipide aus Molkenrahm durch neue technologische Verfahren verlustarm isolieren und gewinnen lassen; zusätzlich soll bei diesem Prozess Molkenrahm zu hochwertigem, wasserfreien Butterfett aufgearbeitet werden. Ziel ist es weiterhin, das gesundheitliche Potential von Phospholipiden in Humanstudien weitreichend zu belegen. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um Phospholipide in funktionellen Lebensmitteln und Pharmazeutika zu nutzen.

Die Ergebnisse stehen den Unternehmen der Milchindustrie sowie Arzneimittelherstellern voraussichtlich im Frühjahr 2012 zur Verfügung.


Informationen zum Projekt AiF 316 ZBG "Entwicklung eines Verfahrens zur Isolierung von Phospholipiden aus Molkenrahm und Nachweis des gesundheitlichen Potentials der Phospholipide" (http://www.fei-bonn.de/gefoerderte-projekte/projektdatenbank/aif-316-zbg.projekt)

... ein Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)

Förderhinweis
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